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Ibrik

IBRIK KNESEBECK VERLAG BUCHREZENSION

Werbung - Kostenfreies Rezensionsexemplar

"Der Balkan ist seit jeher ein kultureller Schmelztiegel: Hier trifft Orient auf Okzident und der Westen auf den Osten Europas. Dadurch entstand auf der Halbinsel zwischen Adria und Schwarzem Meer eine facettenreiche kulinarische Mischung. Die gebürtige Rumänin Ecaterina Paraschiv-Poirson greift in ihrem Kochbuch Ibrik 100 traditionelle Rezepte der Halbinsel auf und öffnet damit das Tor zu den faszinierenden Kulturen und Küchen des Balkans. Ob Baba Ganoush, Mititei, Gulasch oder Baklava – mit Ibrik begibt man sich auf eine kulinarische Reise von Bukarest bis Istanbul. Mit Rezepten von Griechenland bis Ungarn auf der einen und von der Türkei bis Moldawien auf der anderen Seite, treffen hier mediterrane Aromen auf herzhaft würzige Gerichte und Klassiker auf neue Interpretationen. Auch der traditionelle türkische Kaffee, der in dem „Ibrik“ genannten Kännchen zubereitet wird, darf hier natürlich nicht fehlen. Mit farbenfrohen Akzenten und folkloristischen Elementen in Szene gesetzt, lassen die hier versammelten Gerichte die Gastfreundschaft des Balkans auf dem Teller lebendig werden. Ibrik besinnt sich auf Traditionen zurück, ohne dabei die Gegenwart aus den Augen zu verlieren und zeigt, wie viel der Balkan zu bieten hat."

 

Wer die orientalische Küche oder die Levante Küche mag, wird hier mit ähnlichen Aromen aber auch durchaus Neuem beglückt werden. Ibrik, so erfährt man gleich am Anfang des Buches, ist das "traditionelle Gefäß aus Kupfer, in dem türkischer Mokka zubereitet wird". Und so kann man sich mit ebensolchem zurücklehnen und das Buch genießen.

 

Von außen ist es so gestaltet, dass es ein wenig an eine Folklore-Bordüre einer Tracht erinnert. Die Autorin, geboren und Rumänien und aufgewachsen in Frankreich, betreibt ebendort zwei Cafes, eines mit dem Namen Ibrik Cafe, das andere heisst Ibrik Kitchen. Hier ist also Name Programm, gleichwohl hat das Buch und die Rezepte wenig mit einem Restaurant-Kochbuch gleich und vor allem sehr wohltuend: die Autorin hält sich außer dem Bild im Vorwort dezent aus allen Foodfotos heraus. Hier geht es um Essen und nicht um eine Person, danke dafür!

 

Das Format ist "normal", die Seiten matt und gut anzufassen, leider gibt es kein Lesebändchen, die Foodfotos sind gut, im Stil eher hell geraten und keines Falls überdekoriert und an jedem Rezept findet sich eines. Meist Rechts findet sich eben ein Bild und was ich gut finde ist, dass neben jedem Bild noch einmal die Kapitelüberschrift hochkant steht, so findet man beim durchblättern schneller ein Rezept wieder. Der Rezeptetext dann selbst: etwas zu unruhig für mich, einige verschiedene Schriftgrößen, -arten und Überschriften und vielleicht einen kleinen Tuck zu klein bei teilweise sehr langen Anleitungstexten, das strengt etwas an. Dies liegt aber insbesondere daran, dass ich Rezepte nur noch überfliege um mich grob zu orientierten und da fällt mir das Lesen einfacher, je klarer der Aufbau und desto größer die Zeilenabstände.

 

Kommen wir nun zu den Rezepten. Nach einer kurzen Einleitung über "die Balkanküche" geht es mit einem traditionellen Vorspeisenkapitel "Mezze" los, gefolgt von "Familiengerichte", "Aus dem Einmachglas", "Brote und Brioches", "Desserts" und "Getränke". Eine gute Mischung, wie ich finde. "Mezze" liefert dann zuerst auch die "orientalischen" Klassiker, eine weiße Bohnencreme gibt den Starter, dann folgt der obligatorische Hummus. Babaganoush heisst hier dann "Auberginen-Kaviar mit Karamell", soweit so gut. Danach wird es etwas griechisch und ein wohlklingendes Zaziki folgt. Ein rumänischer Brotaufstich ist mal was neues, genauso  ein mazedonischer Salat mit Rind, alles andere ist bekannt. Ich bin gespannt auf das Kapitel Familiengerichte, bis jetzt habe ich nicht viele neue Gerichte "aus dem Balkan" kennengelernt, da hatte ich wohl andere Erwartungen.

 

Bei den Familiengerichten finde ich dann zuerst ein tolles Rezept für serbische Kohlrouladen mit fermentiertem Kohl, klasse! Dann aber wieder Ein Moussaka, ein unspektakuläres Hähnchengulasch und Fischgerichte. So mäandern die Rezepte an mir vorbei, immer mal wieder springt mich ein Rezept an, wie zum Beispiel der kroatische Fischeintopf, dann wieder vieles aus der bekannten orientalischen Küche.

 

Beim Nachkochen klappt alles wunderbar: Zutaten passen, Anweisungen sind klar und simpel, einzig dass die Rezepte fast immer für 6 Personen daherkommen, muss man wissen und dann bei Bedarf eben mehr kochen, die Familie einplanen oder etwas übrig haben.

 

Insgesamt ist dieses Buch gut gelungen. Wer mehr "besondere Balkanrezepte" erwartet, muss sich hier mit dem "Begriff" wohl auseinandersetzen und lernen, was dies überhaupt bedeutet und wieviel man ähnlich in den bekannten Regionen und orientalischen Gerichten schon kennt. Das Buch ist eine gute Zusammenstellung von Gerichten und insbesondere zu empfehlen, wenn man gerne auch fermentiert und einfach mal einen großen Querschnitt an Rezepten aus den Ländern zwischen den 4 Meeren an einem Ort haben möchte. Klare Kaufempfehlung mit einem kleinen Abzug. Gut finde ich zudem die online-Quellen und insbesondere der Instagram-Account ist optisch klasse gestaltet.

 

BUCHWERTUNG

Nachgekochte Rezepte

Cilbir - Türkische Spiegeleier mit Joghurt, S. 94

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LESEPROBE

Angaben zum Buch

Ecaterina Paraschiv-Poirson

Ibrik

Balkanküche von Bukarest bis Istanbul

Gebunden, 224 Seiten,

mit 100 farbigen Abbildungen

aus dem Französischen von Katrin Korch

ISBN 978-3-95728-521-8

Erscheinungstermin 23. Juni 2021

https://www.ibrik.fr

Instagram: @ibrikparis #ibrik

#ibrikkochbuch

TrANSPARENZ & QUELLEN

Das Kochbuch "Ibrik" von Ecaterina Paraschiv-Poirson wurde mir für diese Rezension kostenfrei vom Knesebeck Verlag zur Verfügung gestellt. Es fand keine Vergütung dieses Artikels statt. Der Text zur Rezension basiert auf meiner eigenen Bewertung und wurde nicht mit dem Verlag abgestimmt. Quellen Bilder & Zitate: Verlag.

 

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