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I"n diesem Buch über die große Vielfalt der Küche und die sinnenfrohe und stilvolle Lebensart der Menschen in Südfrankreich vermittelt Rebekah Peppler eine anschauliche Geschichte der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und ihrer vielfältigen Koch- und Esstraditionen. Die hier gepflegte Esskultur ist lebendig und auf saisonale Zutaten ausgerichtet. Was auch immer auf den Tisch kommt – ob Gemüse oder Fisch, Wein oder Käse–, ist von hoher Qualität, dabei aber einfach und unprätentiös.
Rebekahs Liebe zu Südfrankreich entstand über viele Jahre, in denen die gebürtige Kalifornierin, die Region erkundete. Ihre Auswahl von 80 Rezepten folgt dem Tageslauf: von erfrischenden Cocktails und kleineren Snacks am Nachmittag und zwischendurch über Vorspeisen, Haupt- und Beilagengerichte bis hin zum Käse und zum Dessert. Und auch für den Ausklang des Abends finden sich Tipps und Anregungen. Immer aber haben leichte, einfache und schmackhafte Rezepte Vorrang vor komplizierten Techniken und aufwändiger Präsentation."
Als Kalifornierin ist die Autorin nach Paris gezogen. Im Vorwort und der Einleitung des Buches berichtet sie davon, dass sie einen Monat in einer kleinen Hafenstadt an der Mittelmeerküste in der Nähe von Bandow verbrachte, um sich dort von Long COVID zu erholen - auf Basis der Erfahrungen und des dortigen Lebens entstand dieses Kochbuch. Ähnlich wie in vielen Bereichen von Italien beinhaltet es einen Querschnitt der Küche Südfrankreichs von leichten Fischgerichten bis hin zur bekannten Daube, einem Schmor-Gericht, von Aperitifen, die die Sonne Südfrankreichs schmecken lassen bis hin zur süßen Nachtischgerichten für warme Wintertage. Südfrankreich ist nicht nur heißes Mittelmeer, sondern auch Alpen und andere Bereiche und dieses wird in diesem Buch wunderbar wieder gespiegelt durch die Vielfalt der Rezepte.
nach der Einladung startet das Buch mit einer Landkarte. Ich war zwar schon einmal in Südfrankreich, dort aber in der Nähe von Perpignan noch näher an Spanien heran, hier geht es ja eher um den Bereich Richtung Italien. Das folgende doppelseitige Bild fälliger Küste am Mittelmeer zeigt, was das Buch so besonders macht: eine Mischung aus Aufnahmen vor Ort und wunderbaren Rezepte Bildern. Dieses Buch ist nicht nur ein Kochbuch, sondern eignet sich auch, um hervorragend eine kleine Reise vorzubereiten.
Das Buch ist in drei Hauptkapitel eingeteilt, die wiederum in einige Unterkapitel. Mit tiefes und Cocktails sowie Vorspeisen startet auf der Seite 21 das Kapitel zu Beginn. 70 Seiten später folgt als Nächstes mit Fleisch, Fisch Pasta, Sandwiches, Gemüse und Salaten. Zum Abschluss bildet mit etwas Süßem und Käse ab Seite 221 auf circa weiteren 40 Seiten ein Ende. Wie oben beschrieben sind in jedem Kapitel nicht nur Rezepte mit Fotos, sondern auch kleine Urlaube, Erlebnisse und schöne Bilder aus Südfrankreich zu sehen. Im Kapitel Vorspeisen wird man zuerst einmal mit den klassischen alkoholischen Getränken der Region versorgt, hat aber auch die eine oder andere nicht alkoholische Variante. Auch auf den beliebten Rosé wird eingegangen, insgesamt ist mir in Zeiten in dem Alkohol nicht mehr die große Rolle spielt oder auch spielen sollte, der Einstieg etwas zu Promille lastig. Was positiv hervorzuheben ist, ist dass auch kleine Snacks, die recht einfach da herkommen - zum Beispiel marinierte Oliven - ihren Raum finden. Das vielleicht einfachste Gericht des ganzen Buches ist eine geöffnete Dose Sardinen mit dem wunderbar lokalen Piment d‘Espelette* bestreut. Manch einer schüttelt hier vielleicht den Kopf, ob der Einfachheit des Rezeptes und damit den gefüllten Seiten, ich finde es ganz hervorragend solche Ideen noch einmal hervorzuheben. Der baskische Chili ist wirklich ein besonderes Gewürz und sehr für die Küche zu empfehlen.
im Kapitel als Nächstes geht es dann einmal quer durch die Zutaten besonderer Hauptgerichte Hähnchen mit Kartoffeln, Pastis-Hähnchenschenkel, Muscheln mit Knoblauchsauce, eine klassische Paella, Camarguaise oder eben auch ein ganzer Fisch aus dem Ofen bis zur bereits genannten Daube Provencal oder einem Lamm für Joanne. Hier ist alles dabei von leichten Fischgerichten bis zu herzhaften Schmor-Töpfen.
Kommen wir nun zu den Rezepten selbst und deren Kochbarkeit. Insgesamt finde ich hier, dass man ein gutes Auge und etwas Ruhe benötigt, um in die Rezept purzelten hinein zu kommen. Es gibt die
Zutatenliste zumeist angeordnet in der Reihenfolge der verwendeten Lebensmittel dann meist rechts daneben eine zweite Spalte mit der Zubereitung selbst. Hier hat man zuerst ein wenig Text zur
Erklärung danach dann knapp und kurz, was man zu tun hat. Für reine Koch Anfänger fällt dieser Text aus meiner Sicht zu meist etwas zu knappe aus. Für mich war er absolut ausreichend. Die Rezepte
erstrecken sich manchmal über zwei Seiten, und am Ende gibt es auch manche Tipps. Grundsätzlich lohnt es sich also, bei diesem Buch wirklich ein Rezept erst einmal zu Ende zu lesen, bevor man
startet.
Insgesamt ist das Buch in Bezug auf die Schönheit der Fotos, die Auswahl der Rezepte - auch der erwarteten südfranzösischen Klassiker - und schöner Fotos der Region sehr zu empfehlen. Als Kochbuch finde ich es in der Nutzbarkeit an einigen Stellen zu unübersichtlich und habe neben den eben genannten Klassikern nicht unbedingt wirkliche Inspiration darin gefunden. Als Mitbringsel zusammen mit Kleinigkeiten, weil man vielleicht selbst gerade in Südfrankreich war, lohnt es sich auf jeden Fall.
BUCHWERTUNG
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LESEPROBE
Angaben zum Buch
le sud Rebekah Peppler
Prestel Verlag
Hardcover, Pappband, 280 Seiten, 18,9x24,6cm
Erschienen am: 16.04.2025
Originaltitel: Le Sud. Recipes + Stories from Provence-Alpes-Cote d'Azur
ISBN: 978-3-7913-9337-7
TrANSPARENZ & QUELLEN
Das Kochbuch "Le Sud" von Rebekah Peppler wurde mir für diese Rezension kostenfrei vom Prestel Verlag zur Verfügung gestellt. Es fand keine Vergütung dieses Artikels statt. Der Text zur Rezension basiert auf meiner eigenen Bewertung und wurde nicht mit dem Verlag abgestimmt. Quellen Bilder & Zitate: Verlag.
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