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"Hokkaido ist die nördlichste Insel Japans und bekannt für hervorragende Lebensmittel und ihre herausragende Essenskultur, die sogar in Japan einmalig ist. Hier vereinen sich europäische Landwirtschaftskultur, traditionelle und moderne japanische Küche mit der regionalen Ainu-Gastronomie aufs Feinste. Tim Anderson nimmt Sie mit auf eine kulinarische Reise durch die Präfektur mit unwiderstehlichen Rezepten und aufschlussreichen und zugleich unterhaltsamen Reiseberichten. Die profunde Einführung in die Ainu-Küche mit Originalrezepten des bekannten Ainu-Kochs Hiroaki Kon macht Appetit auf mehr. Entdecken Sie Gerichte wie Mais mit Sojasaucen-Butter, in der Schale gegrillte Krabbe oder Sapporo-Miso-Ramen. Natürlich finden sich auch regionaltypische und ausgefallene Leckereien wie Melonengelee, »Schneeschmelz-Käsekuchen« und Geschichtetes Milchbrot in diesem einmaligen Koch-Reise-Bilderbuch. Hokkaidō steckt voller Köstlichkeiten und ist eine Hommage an eine der aufregendsten kulinarischen Regionen der Welt."
Zugegeben, ich war etwas spät dran. Aber nun folgt doch noch einen kurze Betrachtung.
Aber von vorne: Der Penguin bzw. Südwest Verlag macht hier optisch vieles richtig. Das Buch ist schön gestaltet. Lavendel und Gold, geprägt, wertig – ein echtes Coffee Table Book. Tim Anderson war bei der Gestaltung sehr spezifisch, bis hin zu Farben und Layout. Das merkt man. Zum Verschenken gut geeignet, zum Behalten genauso.
Nun zum Mann dahinter. MasterChef-Sieger, Gründer des japanischen Soulfood-Restaurants Nanban in Brixton, Autor von acht Kochbüchern über die japanische Küche – und dabei gebürtiger Amerikaner aus Wisconsin. Klingt ungewöhnlich, ist es aber nicht wirklich. Anderson beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit japanischer Esskultur, hat in Japan gelebt und gelehrt. Man nimmt es ihm ab.
"Das kulinarische Paradies" – der Titel ist ambitioniert, aber nicht übertrieben. Der Sapporo Miso Ramen zum Beispiel hat mehr Schritte als erwartet. Machbar, aber man sollte sich Zeit nehmen. Das Buch ist gleichzeitig Koch-, Reise- und Bilderbuch, was es von anderen Japan-Kochbüchern unterscheidet. Reiseberichte und Kulturgeschichte wechseln sich mit den Rezepten ab – das funktioniert gut und gibt dem Ganzen mehr Tiefe.
Besonders hervorzuheben: die Einführung in die Ainu-Küche mit Originalrezepten des Ainu-Kochs Hiroaki Kon. Das findet man nicht oft in einem Kochbuch und es lohnt sich, diesen Teil wirklich zu lesen.
Die Rezepte reichen von zugänglich bis anspruchsvoll. Mais mit Sojasaucen-Butter, in der Schale gegrillte Krabbe, Sapporo Miso Ramen auf der einen Seite, Melonengelee, Schneeschmelz-Käsekuchen und geschichtetes Milchbrot auf der anderen. Der Käsekuchen hat bei mir funktioniert – und ist seitdem öfter dran gewesen.
Warum lohnt sich dieses Buch? Weil Hokkaidō eben nicht das Japan ist, das die meisten kennen. Hier verbinden sich europäische Landwirtschaftskultur, traditionelle und moderne japanische Küche und die Ainu-Gastronomie auf eine Weise, die es sonst nirgendwo in Japan gibt. Tim Anderson nähert sich dem mit echtem Sachverstand und ohne Schönfärberei. Eine klare Empfehlung. Ein Herz Abzug lediglich, weil es sich hier doch um sehr spezielle Länderküche handelt.
BUCHWERTUNG
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LESEPROBE
Angaben zum Buch
Tim Anderson
Verlag Südwest
JAPAN, Hokkaidō - das kulinarische Paradies
Rezepte von den Feldern, Wäldern und Küsten im Norden
DAS Kochbuch zu Japans kulinarischem Hotspot von Insider Tim Anderson
Erscheinungstermin: 10. September 2025
256 Seiten, 19,0 x 24,8 cm
TrANSPARENZ & QUELLEN
Das Kochbuch "Japan" von Tim Anderson wurde mir für diese Rezension kostenfrei vom Penguin Südwest Verlag zur Verfügung gestellt. Es fand keine Vergütung dieses Artikels statt. Der Text zur Rezension basiert auf meiner eigenen Bewertung und wurde nicht mit dem Verlag abgestimmt. Quellen Bilder & Zitate: Verlag.
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